Tipps zum Orgasmus verzögern

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Zu früh zum Orgasmus zu kommen ist für rund 25 Prozent der deutschen Männer eine Realität. Ihr Leidensdruck ist hoch – vielen ist es peinlich, sie machen sich Sorgen, dass sie ihre Partnerin oder ihren Partner nicht befriedigen können, dass etwas nicht mit ihnen stimmt und dadurch leidet ihr Sexleben darunter. Aber was ist überhaupt “zu früh” und was kann man(n) gegen frühzeitige Ejakulation tun?

Was ist eigentlich eine “normale” Dauer?

Genau definiert ist es nicht, wann eine Ejakulation “zu früh” ist. In Umfragen sprechen die meisten Befragten von einer Dauer von zwei bis zehn Minuten. Wann der Sex hingegen lang genug dauert, liegt auf der Hand: Lang genug ist, wenn beide Partner den Sex befriedigend fanden. Aber Achtung: Sex ist nicht immer nur Penetration! Viele Frauen und Männer genießen außerdem Oralsex oder den Einsatz von Händen und Spielzeugen sehr und können auch davon ihre Höhepunkte erleben.

Was können Ursachen sein?

Männer jeden Alters können am vorzeitigen Samenerguss leiden. Die Ursachen dafür sind individuell verschieden. Oft finden die Probleme im Kopf statt; auch mangelnde Erfahrung kann eine Ursache sein. Manche Medikamente können ebenfalls als Nebenwirkung eine frühe Ejakulation auslösen.

  • Entzündungen der Prostata
  • Psychische Ursachen wie Beziehungsstress oder Versagensängste
  • Mangelnde sexuelle Erfahrung
  • Nebenwirkungen von Medikamenten

Was kann helfen?

Die Maßnahmen gegen frühzeitige Ejakulation sind so unterschiedlich wie die Ursachen selbst und nicht immer sind Medikamente nötig. Hilfsmittel wie speziell beschichtete Kondome können die Gefühle etwas reduzieren, um länger zu können. Wichtig ist aber vor allem, sich selbst und seinen Partner oder seine Partnerin kennen zu lernen und offen zu sein.

  • Spezielle Kondome
  • Selbstbefriedigung
  • Offene Gespräche mit dem Partner oder der Partnerin
  • Stellungswechsel
  • Kurz an etwas anderes denken
  • Partnerin oder Partner auch zwischendurch anders befriedigen – zum Beispiel oral oder mit Sexspielzeug
  • Serotoninhemmer – Tabletten, die die Erregungsphase im Kopf verlängern

Sex findet im Kopf statt

Eine gute Übung ist, mit der Partnerin oder dem Partner bereits vor dem eigentlichen Treffen darüber zu schreiben oder zu sprechen, was Sie gerne mit ihm oder ihr machen würden, wenn Sie zu Hause sind. Das hilft Ihnen einerseits, die Erregung Ihrer Partnerin oder ihres Partners schon früh auf die Spitze zu treiben und andererseits, Ihre eigene Erregung unter Kontrolle zu halten oder vorab schon einmal zu kommen und dann die zweite Runde in Zweisamkeit genießen zu können.

Lernen Sie sich und Ihr Gegenüber kennen

Sprechen Sie ganz offen und ehrlich mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin über Ihre Sorgen und Wünsche. Lernen Sie sie oder ihn kennen: Verbringen Sie einen Abend lang nur damit, sie oder ihn zu verwöhnen ohne Gegenleistung oder selbst gleich an sich Hand anzulegen. Achten Sie darauf, was Ihr Gegenüber in Ekstase versetzt und wie sie die Erregungskurve steuern können. Dann befriedigen Sie sich selbst und achten Sie auf die Signale, wann der “point of no return” einsetzt. Beim nächsten Mal versuchen Sie, ihn hinauszuzögern indem Sie beispielsweise kurz aufhören oder an etwas anderes denken oder anders weitermachen – beim Sex könnte dies zum Beispiel in Form eines Stellungswechsels passieren.

Fazit

Nicht immer muss es bei frühzeitiger Ejakulation gleich eine Tablette sein – oft hilft es auch, sich selbst besser kennen zu lernen. “Übung macht den Meister” gilt nicht nur im Beruf oder beim Hobby, sondern auch beim Sex. Sollten sich trotz intensiven Trainings trotzdem noch keine Verbesserungen einstellen, kann dennoch ein Urologe Ihres Vertrauens Medikamente verschreiben, die Ihnen helfen.

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